25. und 26. Juli

Mittwoch, 25.07.2012

Heute morgen ging unser Tag um 8Uhr in der Joint Church, mit einer richtig tollen Welcomeassembley, los. Zuerst haben wir uns eine kleine Andacht ueber den Roemerbrief 8 angehoert bevor wir dann offiziel vor allen Schuelern begruesst wurden. Nachdem  wir dann unsere Geschenke den Lehrern und dem Schulleiter ueberreicht hatten, sangen unsere ghanaischen Austauschschueler noch ein sehr schoenes Lied fuer uns. Es war eine richtig schoene Begruessung, die sehr schnell vorbei ging und so rueckten auch die Pflichten fuer heute immer naeher.

Schon in Deutschland bereiteten wir uns vor, den Ghanaern Deutschland vor zu stellen und so stellten wir, den ganzen Vormittag, bildlich und spielerisch die Geschichte, Traditionen, Essen und unseren Leben und Alltag in Deutschland vor.

Nach dem typisch ghanaischen Mittagessen „Red red” hatten wir eine viel laengere Mittagspause als geplant, weshalb wir an unserem Projekt nicht wirklich weiterarbeiten konnten. Wir wolten in kleinen Gruppen  zu Haendlern, die Handys und Computer verkaufen, gehen und sie interviewen sollten.

So sassen wir, die uns uebrig gebliebene Zeit lang,  in den Gruppen zusammen und redeten ueber Handykauf, benutzung und entsorgung. Zwischen 16 und 17Uhr wurden wir dann von unseren Gastfamilien abgeholt und verbrachten mit ihnen vollens den  Tag.

Donnerstag, 26.07.2012

Unser Programm heute ging erst um 9Uhr los, somit waren wir alle etwas ausgeschlafener. Das war auch sehr zum Vorteil, da wir heute den ganzen Tag unser Pojekt machen wollten. Als dann endlich alle Deutschen und Ghanaer in der Schule waren, was ziemlich spaet erst der Fall war, da wir Deutschen uns ziemlich schnell an das Zeitgefuehl der Ghanaern angepasst haben, konnten wir an unserem Projekt weiterarbeiten.

Wir redeten den ganzen Morgen ueber kulturelle Wurzeln, was diese fuer jeden einzelnen bedeuten und was fuer Vor- und Nachteile man daraus zieht. Nachdem jeder fuer sich selbst seine Gedanken aufgeschrieben hat, bildeten die Schueler eine Gruppe, die die selben Wurzeln haben und sollten das Wichtigste an ihren Wurzeln auf ein Plakat schreiben und das dann in der grossen Runde vorstellen.Wir hatten insgesamt vier verschiedene Wurzeln, einmal die Schwaben (bei denen alle Deutschen reingezaehlt wurden), die Gah, die Fanti und die Ewe. Es war fuer uns Deutschen ziemlich ueberraschend, wie wichtig die kulturellen Wurzeln fuer unsere ghanaischen Freunde waren! Und diese konnten es ueberhaupt nicht verstehen, dass wir Deutschen nicht eine so grosse Bedeutung aus dem ganzen ziehen. Krass war auch, dass jeder der drei Staemme der Ghanaern seine Eigene Traditionen und Braeuche hatten, dass sie aber trotzdem alle Twi sprechen  und trotz allem  friedlich an einem Ort zusammen leben. Wir hatten ziemlich viele Fragen zu allen vier ganz unterschiedlichen Staemmen, eine der am haeufig gestelltesten Fragen war z. B. Warum die Ewe verflucht ist, aber wir hatten leider gar nciht so viel Zeit allen Fragen zu antworten, denn die Mittagessenszeit kam viel schneller als wir alle dachen.

Dieses Mittagessen war sehr herrausfordernt fuer uns Deutsche. Eigentlich gab es Jolof  Reis mit Fleisch, also nichts wirkliches Besonderes, aber es war viel schaerfer als die letzten Tage. Nur drei Schueler von uns konnten ihren Teller ganz leer essen und sahen danach ziemlich fertig aus, die anderen mussten schon fruehzeitig aufgeben den Teller ganz leer zu Essen .

Nachdem wir uns von dem Essen wieder erholt hatten, gingen wir wieder in die kleinen Gruppen vom Vortag zusammen und setzten unsere gestern gemachte Planung in der Tat um. Somit gingen die ganzen Kleingruppen nach Ashaiman, um dort nach Handyhaendlern ausschau zu halten.

Als ich dann mit meiner Kleingruppe in Ashaime ankam, war ich echt geschockt! Ich wusste zwar schon von Erzaehlungen, dass diese Gegend das Slumgebiet von Tema ist, aber die Gegend die ich da sah, war echt krass. Die Haeuser waren aus Brettern zusammengezimmert und alte zerlumpte Stofffetzen wurden als Tuere verwendet, ueberall lag viel mehr Muell rum, als man es bissher von Ghana gewoehnt war und solch eine Armut habe ich noch nie gesehen!

Trotz allem gabs auch hier sehr viele Staende und ein riesen grossen Markt, bei dem wir dann drei Handzhaendler aufsuchten und diese baten ein Photo von ihrem Geschaeft zu machen und sie interviewen zu duerfen. Als wir endlich drei Haendler gefunden hatten, mussten wir auch schon wieder zur Schule zurueck fahren. Um 16Uhr wurden wir dann dieses Mal mit dem kleinen Bus der Joint Church zu unseren Gasteltern gefahren, bei denen wir wieder den Abend verbrachten.

Anika

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