21. und 22. Juli

Samstag, 21.07.2012 um 3.30 Uhr:

Alle  Mitreisenden mit viel Gepaek, Eltern und grossen Erwartungen treffen sich vor Martin Jaegers Haus. Puenklich um 4.00 Uhr geht es in einem Autokorso zum Stuttgarter Flughafen. Die freundliche Mitarbeiterin am Turkish Aerlines Schalter staunt nicht schlecht, als wir mit unseren 17 Koffern zum Einchecken anruecken. Nachdem wir die letzten zwei Gepaekstueckebeim Sperrgepaeck aufgegeben haben, entlassen uns unsere Eltern auf die Reise in das ferne  Ghana. Um 7.10 Uhr verlaesst unser Flugzeug deutschen Boden und fliegt Richtung Istanbul, wo wir vier Stunden auf unseren Anschluss nach Accra, der Hauptstadt Ghanas, warten. Ghana empfaengt uns mit anfaenglichen Turbulenzen, laesst uns dann aber doch sicher landen. Schwuel warme Luft schlaegt uns entgegen, als wir um 8 pm Ortszeit das erste  Mal afrikanischen Boden betreten.

Vorbei an dem riessiegen Akwaaba Schild (Willkommen) stehen wir dann vor dem Passkontrollschalter und warten, bis einer nach dem anderen seine Augen gescannt und alle Fingerabdrueke abgegeben hat. Erst danach kommen wir in die verhaeltnismaessig kleine Halle mit zwei Gepaekbaendern, um dort auf das ganze Gepaek zu warten. Nach einer gefuehlten Stunde koennen wir dann mit unseren vielen Koffern, die zum Glueck alle heil angekommen sind, durch die Passkontrolle „fahren”, an der wir nicht mal einen Koffer auspacken mussten, da Martin im englischen Verhandeln wirklich Talent hat. Am Ausgang wollen uns erst einmal alle moeglichen Leute ein Taxi anbieten oder beim Tragen der Koffer helfen. Aber Martins Schwager Mike ist gekommen,  mit dem Tema Joint Church Busfahrer Mr. Teviah, Stephen, dem Lehrer der ghanaischen Gruppe und Evelyn, der ehemaligen Schulleiterin. Die Begruessung war sehr freundlich. Alle waren dann froh, aus dem Flughafen an die deutlich  feuchtere Luft zu kommen. Dort wurden wir sofort mit dem vielen Verkehr, der hier einfach nur „traffic” genannt wir konfrontiert, wir muessen eine stark befahrene Strasse mit vielen Loechern ueberqueren und als naechstes das ganze Gepaeck auf einem chaotischen Parkplatz in den Bus stopfen.

Nun fahren wir auf dem Tema Motorway, der grossen Autobahn, gen Osten ueber Tema nach Kpone [gespr. Pong]. Dort werden wir sehr freundlich in Martins Haus, in dem heute zwei Geschwister seiner Frau mit ihren Familien wohnen, begruesst und duerfen gleich die extra fuer uns frei geraeumten Zimmer beziehen. Nach einer Vorstellung der Familienmitglieder  gab es das erste in Ghana gekochte ghanaische Essen. Mit unseren Malariaabwehrbemuehungen (Moskitonetz und viel Autan) fallen wir sehr erschoepft aber trotzdem zufrieden, dass wir endlich in Ghana sind, auf unsere Isomatten bzw. Betten und schlafen sofort ein.

Sonntag, 22.07.2012

Trotz einer anstrengenden Reise muessen wir an unserem ersten kompletten Tag in Ghana frueh aufstehen, um in die Tema Joint Church zu gehen. Auf dem Weg dorthin koennen wir das Land erstmals bei Tag bestaunen und sind alle ueberwaeltigt von dem grossen Unterschied zu Deutschland. Wegen allgemeiner grosser Muedigkeit kommen wir gleich am ersten Tag zu spaet und auch ungeduscht (wegen Wasserausfalls) an der Kirche in Tema an und wurden sehr freundlich und mit viel Geschrei von unseren bereits wartenden Austauschschuelern vom letzten Jahr empfangen. In der Kirche werden wir dann offiziell in der Tema Joint Church willkommen geheissen. Nachdem die Kirche zu Ende ist,  setzen wir uns nochmal alle zusammen mit den Partnerschuelern auf den Schulhof des TIM-VTTC und reden ueber alles Moegliche, lassen uns die Schule von aussen zeigen und freuen uns einfach alle, uns wieder zu sehen. Zwei oder drei Stunden spaeter fahren wir dann zurueck nach Kpone und legen uns dort fuer einen Mitagschlaf wieder in unsere Betten. Nach einem ausgiebigen Mitagschlaf waren dann um ca. 4 pm alle fertig fuers Meer. Am Meer waren dann alle sehr ueberwaeltigt von den vielen Wellen und dem weissen Sandstrand. Waehrend fast alle baden gehen, hagelt es bei Anika, die nicht baden wollte, schon reichlich Heiratsantraege. Nach einem ausgiebigen Wellenbad im Atlantik, der mit viel Plastik bestueckt war, ging es zurueck ins vorlaeufige Zuhause, wo wir wieder sehr gastfreundlich beim Abendessen  bedient wurden. Nach dem Essen machen wir noch ein bisschen  Musik und gehen dann wieder sehr frueh ins Bett.

Hannah

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